Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine ganzheitlich orientierte Form der Regulationstherapie, bei der ein örtlich wirksames Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) injiziert wird.  Ziel ist es, entgleiste Regelsysteme zu normalisieren. Insbesondere sollen chronisch belastende, sogenannte „Störfelder“, ausgeschaltet werden. Das „ Herd-Störfeld-Geschehen“ spielt bei der Neuraltherapie eine besondere Rolle.


Der deutsche Arzt Ferdinand Huneke (1891-1966) beobachtete 1940 das  „Sekundenphänomen“:
Bei einer Frau, die er monatelang erfolglos wegen ihrer starken Schulterschmerzen behandelt hatte, spritzte er ein Lokalanästhetikum in eine entzündete Wunde am Fuß. Schlagartig verschwanden die Schulterschmerzen.
Daraus schlussfolgerte Huneke, dass es örtlich begrenzte Reizzustände („Störfelder“) geben muss, welche die Fähigkeit haben, in einer anderen Körperregion Krankheiten und Schmerzzustände zu unterhalten.
Huneke ging von drei Lehrsätzen aus:
        Jede chronische Krankheit kann durch ein Störfeld bedingt sein.
        Jede Stelle des Körpers kann zum Störfeld werden.

        Die Injektion eines Lokalanästhetikums in das Störfeld heilt die Krankheit.                                                                                               

 

Die Neuraltherapie eignet sich zur Behandlung fast aller akuten Schmerz- und Entzündungszustände; im Besonderen bei:

         Kopfschmerzen und Migräne
         Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen
         Chronischer Mandelentzündung
         Gelenkbeschwerden
         Rückenschmerzen
         Narbenschmerzen
         Schmerzzuständen nach Verletzungen oder Operationen.

 
Vor Beginn der Therapie werde ich Sie genau untersuchen und befragen, um exakt herauszufinden, wo in Ihrem Körper das Störfeld  sitzt. In der Folge werde ich Ihnen ein  Lokalanästhetikum in die schmerzende Stelle oder in das zur schmerzenden Stelle gehörende Segment (Körperteil) injizieren. Es kommt vor, dass die Beschwerden schon nach einer Behandlung behoben sind. In der Regel sollte diese Therapie jedoch wiederholt werden.

Phytotherapie

Die   Phytotherapie  oder Pflanzenheilkunde ist ein Bestandteil der klassischen Naturheilverfahren. Sie gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet.
Pflanzen zur Heilung, Kräftigung und Erhaltung der Gesundheit wurden in Europa intensiv von Mönchen und Ordensfrauen verwendet. Blätter, Blüten, Wurzeln und Früchte wurden und werden zu Arzneimitteln verarbeitet. Die Erkenntnisse der Pflanzenkundigen wurden im Mittelalter Bestandteil der  „wissenschaftlichen Medizin“.  Ein berühmter ärztlicher Vertreter der angewandten  Phytotherapie war Paracelsus ( 1493-1541), der seine medizinische Tätigkeit auf Erfahrungen, Experimenten und Naturbeobachtungen gründete.
Die Pflanzenheilkunde ist dank umfangreicher pharmakologischer Forschung längst über das Niveau der reinen Erfahrungsheilkunde hinausgewachsen. Extrakte aus Weißdorn, Johanniskraut, Gingko, Rosskastanie, Brennnessel, Mistel oder Teufelskralle sind Ihnen sicher bekannt und ein fester Bestandteil moderner Therapiekonzepte.
In meinem (und Ihrem?) Garten, auf Wiesen und in Wäldern wachsen Pflanzen, die bei akuten Erkrankungen wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Verstauchungen und chronischen Leiden wie Schlaflosigkeit und nervöser Unruhe als Tee, Saft oder Salbe ihre heilende oder lindernde Wirkung entfalten.

Bachblütentherapie

Das Medizinfläschchen enthält Wasser, etwas Alkohol - und sonst ... Nichts!
Zumindest nichts Nachweisbares. Wasser, in dem Blüten gelegen haben, mehrmals verdünnt und mit Alkohol versetzt - das soll wirken!?
 Ja, Bachblüten wirken!
Entwickelt wurde die Therapie von dem britischen Arzt, Bakteriologen und Homöopathen Dr. Edward Bach (1886 -1936). Nach seiner Theorie gibt es 38 negative Seelenzustände, die zu schädlichen Schwingungen im Körper führen. Die Folge sind Verhaltensweisen, mit denen Sie sich oder anderen schaden (z.B.):
Sie trauen sich selbst nichts zu, können nicht nein sagen, sind grundlos eifersüchtig oder wollen immer Recht behalten.
Jedem dieser Verhaltensmuster entspricht eine Blüte mit einer speziellen Energie, die Sie in genau diesem Punkt beeinflusst. 
Die Pflanzen, die Bach verwendete, waren zum Teil schon in der keltischen Medizin bekannt. Bis heute werden die Blüten an den von Bach bestimmten Stellen gesammelt. Man legt sie am Fundort sofort ins Wasser und stellt die Gefäße dort in die Sonne. Dadurch soll die positive Energie der Blüte in das Wasser gelangen. Diese "Urtinktur" wird, ähnlich wie ein homöopathisches Mittel, weiter verdünnt.
Bachblüten- Tropfen lindern Störungen, deren Ursache seelische Probleme sind: Angstzustände, innere Unruhe oder ständige Niedergeschlagenheit. Gegen akute organische Erkrankungen wie z. B. Grippe oder eine Blinddarmentzündung helfen Bachblüten nicht.

Am Anfang einer Behandlung steht ein ausführliches Gespräch, in dem ich etwas über Ihren aktuellen seelischen Zustand erfahren möchte sowie über Ihre Erinnerungen daran, wie Sie sich früher in bestimmten Situationen gefühlt haben und wie Sie sich selbst sehen. Nach der Analyse dieses Gesprächs ermittele ich vier bis sechs Blüten und lasse daraus in der Apotheke eine individuelle Bachblütenmischung für Sie anfertigen.
Die Therapie soll Ihnen helfen, eingefahrene, negative Verhaltensmuster zu erkennen und so zu verändern, dass es Ihnen künftig besser geht.

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